26:21 – Buxtehude holt Big Points im Verfolgerduell gegen Blomberg

Der Buxtehuder SV hat das Top-Spiel gegen die HSG Blomberg-Lippe am Sonntagnachmittag mit 26:21 (14:10) gewonnen und seine Verfolger im Kampf um die Europapokalplätze auf Distanz gehalten. Die 1.281 Zuschauer in der nahezu ausverkauften Halle Nord erlebten ein unterhaltsames Spiel mit hohem Tempo und Spannung bis in die Schlussphase. Gut acht Minuten vor Spielende hatten die Gäste den Anschluss zum 20:21 hergestellt, am Ende aber hatte der BSV den längeren Atem und das Glück auf seiner Seite und durfte den neunten Heimsieg der Saison bejubeln.

 

Die ersten zehn Minuten gehörten klar den Gastgeberinnen, die äußerst entschlossen und konzentriert zu Werke gingen. Ein Dreierpack von Friederike Gubernatis sowie Treffer von Jessica Oldenburg und Isabell Kaiser brachten dem BSV eine 5:2-Führung (9.) ein. Zunächst ließen sich die Gäste davon allerdings nicht beeindrucken, spielten ihr Spiel mit dem Selbstbewusstsein der letzten Erfolge weiter und verkürzten zwischenzeitlich auf 6:4 (14.).

 

Buxtehude aber merkte man an diesem Tag an, dass man die Big Points im Kampf um die Europapokalplätze holen will. Der BSV hielt permanent das Tempo hoch und setzte sich wieder auf fünf Tore ab (9:4, 19. Minute und 11:6, 23. Minute). Danach allerdings wendete sich das Blatt ein wenig: Buxtehude hatte etwas Wurfpech und agierte in der Abwehr nicht mehr ganz so aggressiv wie noch zu Beginn, Blomberg seinerseits erhöhte das Tempo und kam durch den Treffer von Larissa Petersen auf 12:9 (26.) heran.

 

In einer insgesamt zerfahrenen Endphase mit vielen Fehlern auf beiden Seiten waren es Jessica Oldenburg und Lone Fischer, die den BSV mit 14:9 in Führung brachten. Angela Steenbakkers stellte den 14:10-Halbzeitstand her.

 

Den zweiten Durchgang eröffnete der BSV mit einer bärenstarken Defensive und zündete in der Offensive ein wahres Feuerwerk. Ein 4:0-Lauf gekrönt durch den sehenswerten Kempa-Treffer von Maike Schirmer brachte dem BSV in der 39. Minute eine 18:10-Führung. Erst nach 41 Minuten gelang Larissa Petersen der erste Treffer für die Gäste (18:11). Bis dahin hatte allein Antje Peveling im BSV-Tor drei Strafwürfe und drei weitere Würfe pariert während der Buxtehuder Innenblock kompromisslos zupackte.

 

Dabei blieb es jedoch nicht, die Gäste aus Lippe zeigten, was sie in dieser Saison so stark macht: als Buxtehude nachlässt, ist Blomberg da. Ohne Grund häuften sich bei den Gastgeberinnen die leichten Fehler, Pässe landeten immer wieder beim Gegner und Angriffe wurden überhastet und unplatziert abgeschlossen. Blomberg kam Tor um Tor heran, acht Minuten vor dem Ende erzielte Tessa van Zijl sogar den 20:21 für die HSG. Als BSV-Rückraumspielerin Jessica Oldenburg in der 53. Minute auch noch wegen groben Foulspiels disqualifiziert wurde, schien die Partie zu kippen.

 

Doch als wäre es eine Initialzündung für die Schlussphase gewesen, war der BSV plötzlich wieder da und das Glück kehrte zurück. Lynn Knippenborg, die zur Spielerin des Spiels gewählt wurde, erhöhte mit ihrem vierten Treffer auf 23:20 (55.), wenig später erzielte Lone Fischer das 24:21 (57.). 90 Sekunden vor dem Ende stand die Halle Nord Kopf und keinen hielt es mehr auf dem Sitz. Maike Schirmer traf zum Jubel der Fans zum 25:21 und Lone Fischer setzte mit dem verwandelten Siebenmeter den Schlusspunkt zum 26:21-Heimsieg.

 

Statistik:

 

Peveling, Gronemann, Rühter; Borutta 1, Meier, Fischer 7/4, Haurum, Gubernatis 4/1, Knippenborg 4, Schirmer 4, Oldenburg 2, Bölk 2, Goos 1, Kaiser 1, Prior.

Blomberg: Monz, Veith; Schnack 1, Rüffieux 1, Klaunig 3, Müller, von Buren, van Zijl 3, Pichlmeier 3, Kordovska 1/1, Steenbakkers 1, L. Petersen 3, Stolle 3, Emidio Rodrigues 1, s. Petersen 1..

 

Zuschauer: 1.281