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Daniel Berlin BUXTEHUDE. In einem spannenden aber nicht hochklassigen Handballspiel haben die Frauen des Bundesligisten Buxtehuder SV am Sonntag bei der HSG Blomberg-Lippe in allerletzter Sekunde noch mit 31:30 (14:14) gewonnen und den zweiten Tabellenplatz gefestigt.
Beim Stand von 30:30 stimmte Blombergs Trainer André Fuhr seine Mannschaft in Unterzahl während einer Auszeit auf den vermeintlich letzten Angriff des Spiels ein. 54 Sekunden Spielzeit verblieben noch. Der Angriff lief über Xenia Smits, die bis dahin fünf Treffer für die Gastgeberinnen markierte. Gut zehn Sekunden vor dem Ende war Smits in Wurfposition, scheiterte aber an Buxtehudes Torhüterin Jana Krause. Der BSV spielte blitzschnell nach vorne, eine Abwehrspielerin verließ das Feld für Spielmacherin Randy Bülau. Bülau, sie setzte sich im linken Rückraum durch. Eine Sekunde vor dem Abpfiff erzielte sie den Siegtreffer für den BSV.
Der Buxtehuder SV hat damit im dritten Pflichtspiel innerhalb einer Woche den dritten Sieg geholt. Dass es in Blomberg schwer werde, habe er erwartet, sagt BSV-Trainer Dirk Leun. "Am Ende hatten wir Glück. Das steht außer Frage", sagt Leun.
Nach sechs Minuten schien es bereits so, als würde Dirk Leun auf der Bank einen ruhigen Sonntagnachmittag erleben. Seine Mannschaft führte 4:1. Maxi Hayn, Jessica Oldenburg und Lone Fischer warfen den Vorsprung heraus. Innerhalb von nur zwei Minuten egalisierten die Gastgeberinnen den Spielstand. Der Buxtehuder SV erlebte bei der HSG Blomberg-Lippe die erste kritische Phase des Spiels, klärte Mitte der ersten Halbzeit allerdings wieder die Fronten und ging durch Isabell Klein mit 12:8 in Führung. Fünf Sekunden vor dem Halbzeitpfiff glich Sabrina Richter für die HSG erneut aus. "Wir hatten viele schwache Phasen und richtig starke Phasen", sagt Dirk Leun. Die Gastgeberinnen bestraften die leichten Fehler des BSV konsequent.
Nach dem Seitenwechsel geriet der Tabellenzweite durch die Tore von Karen Knutsdottir und Xenia Smits in Rückstand. Nachdem Jessica Oldenburg in der 36. Minute eine Zweiminuten-Strafe erhielt, nutzte die HSG die nummerische Überzahl auf dem Spielfeld beim 19:16 für den ersten Drei-Tore-Vorsprung. Bei ihrem fünften Versuch scheiterte Buxtehudes Stefanie Melbeck das erste Mal vom Siebenmeterpunkt. Lone Fischer und Isabell Klein verkürzten mit ihren Toren zum 21:22. Friederike Lütz stellte mit ihrem ersten Treffer in der 46. Minute beim 22:22 den Ausgleich wieder her. Das Spiel lebte jetzt von seiner Spannung. Beide Mannschaften spielten auf Augenhöhe. Vor allem in der Schlussphase zahlte sich aus, dass Trainer Leun Randy Bülau nur im Angriff einsetzte. Physisch gut drauf organisierte sie das Offensivspiel und nutzte ihre Räume. Am Anfang der zweiten Hälfte hatte Bülau noch Wurfpech. Isabell Klein präsentierte sich ebenfalls in guter Form. Sie erzielte die wichtigen Tore, wenn der BSV einmal unter Druck geriet und agierte vor allem in Unterzahl sehr erfolgreich.
Das Buxtehuder Spiel in Blomberg war keine Offenbarung, aber es reichte für zwei Punkte. Die torgefährliche Sabrina Richter bekam der BSV selten in den Griff. Einige Fehler will Trainer Dirk Leun in den nächsten Tagen noch analysieren. Aber nach der harten Woche mit den ganzen Problemen im gesundheitlichen Bereich zähle am Ende nur das nackte Ergebnis.
Die Statistik
Spielfilm: 1:4 (6. Minute), 4:4 (9.), 6:8 (18.), 11:14 (28.), 14:14 (Halbzeit), 19:16 (36.), 21:20 (43.), 25:25 (50.), 29:29 (58.), 30:29 (59.), 30:31 (Endstand).
Buxtehuder SV: Lenz, Krause, Namat, Klein 6, Fischer 4, Bülau 5, Lütz 2, Lamein 4/1, Prior, Langkeit 2, Oldenburg 1, Hayn 2, Techert 1, Melbeck 4/4.
HSG Blomberg-Lippe: Kühne, Roch, Knutsdottir 4, Ernsberger, Thomas 3, Müller 2, Smits 5, Thorgeirsdottir, Potocki, Frey, Berndt 3, Müller, Richter 13/5.
Siebenmeter: BSV 6/5 - HSG 5/5
Zeitstrafen: BSV 6 (Bülau, Lamein 2x, Oldenburg, Techert 2x) - HSG 3 (Knutsdottir, Müller, Berndt)
TAGEBLATT vom 20.02.2012
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